Männer, gehen wir doch bitte einfach sterben

Text

Ich kann gut verstehen, was die Kollegin Kati Krause hier über Männer schreibt.

Wem soll man noch glauben?: Der Tag, an dem ich mein Vertrauen in Männer verlor Immer neue Fälle von Gewalt gegen Frauen kommen ans Licht. Und plötzlich sehe ich Männer mit anderen Augen. Was aber können sie tun, damit mein Misstrauen wieder weniger wird? (Tagesspiegel, 20.03.2021)

Weil ich kann mit Männern überhaupt nichts anfangen. Und ehrlich gesagt habe ich die Hoffnung in “Männer” schon vor vielen Jahren verloren.

Männer, wie sie sein sollen: Die Welt retten, herrschen, dominieren – alles mit Gewalt natürlich.

Nein, wenn in Gesprächen mit “Männern” frauenfeindliche Kommentare fielen, habe ich so gut wie nie das Maul aufgemacht. Dafür bin ich dann zu feige und scheue den Konflikt. Insofern bin ich natürlich Teil des Problems.

Stattdessen mache ich das, was ich auch tue, wenn es um rechte Ideologien, religiösen Übereifer oder Impf- und Verschwörungsblala geht: “Aha” sagen und mich aus dem Gespräch zurückziehen – und diese Personen zukünftig meiden.

Als unter Frauen sozialisiertes Individuum beobachte ich irgendwelche Incel-, Masku-, und Bro-Kulturen schon lange mit Befremden, kann ich es nicht nachvollziehen, wie man den Menschen, der einem am Nächsten steht, derart misshandeln, hintergehen oder in manchen Fällen sogar umbringen kann.

Deshalb würde ich sogar soweit gehen zu sagen, ich fühle mich nicht als Mann. Also, nicht was die üblichen Anforderungen an diese Schubladen angeht. Was ich dann bin? Keine Ahnung. Auf jeden Fall ärgert mich jedes Formular, in dem ich ein Geschlecht eintragen muss.

Die entsprechende soziale Arbeit an mir haben natürlich wie üblich die Frauen verrichtet, sie haben mich geprägt und dafür bin ich dankbar. Ich versuche dieses Menschenbild an meine Kinder weiterzugeben.

Mir ist klar, dass man das als ein “Not-all-men” lesen kann, dass sich opportun aus der Affäre ziehen will.

Männer? Sind ein hoffnungsloser Fall. Ich hoffe einfach, dass sie aussterben. Wenn ich mich in der Welt umsehe, besteht dafür wenig Aussicht.

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